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Marco Vedder

Referent Akademie-Programm

Olympia 2024 – Was bedeutet die nationale Entscheidung für Sportdeutschland und Niedersachsen?

Am Montag, den 13.07.2015, fand im Toto-Lotto-Saal der Akademie des Sports in Hannover das erste Akademie-Gespräch mit dem Titel „Olympia 2024 – Was bedeutet die nationale Entscheidung für Sportdeutschland und Niedersachsen?“ statt. Begleitet wurde das Akademie-Gespräch durch eine turnerische Einlage von Andreas Toba (Turn-Klubb zu Hannover und Olympiateilnehmer in London 2012). In einer interessant besetzten Podiumsdiskussion diskutierten Hamburgs Sportsenator Michael Neumann, Paralympionikin und Goldmedaillengewinnerin in Athen 2004, Peking 2008 und London 2012 Kirsten Bruhn, Volkswirt und Olympiasieger 1988 Prof. Dr. Wolfgang Maennig sowie das Vorstandsmitglied des BUND Darmstadt Dr. Hans Jägemann. Moderiert wurde das Akademie-Gespräch von Valeska Homburg, ARD/NDR.

Diese Veranstaltung wurde gefördert durch die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung.

Eindrücke und Statements vom Abend finden Sie im Ergebnisbericht und im Videobeitrag.

Video-Bericht

Nachberichterstattung

Hamburg 2024 - Eine Chance für ganz Sportdeutschland und Niedersachsen

Am Montag, den 13.07.2015, fand im Toto-Lotto-Saal der Akademie des Sports in Hannover das erste Akademie-Gespräch mit dem Titel „Olympia 2024 – Was bedeutet die nationale Entscheidung für Sportdeutschland und Niedersachsen?“ statt. Begleitet wurde das Akademie-Gespräch durch eine turnerische Einlage von Andreas Toba (Turn-Klubb zu Hannover und Olympiateilnehmer in London 2012).

Insgesamt war das erste Akademie-Gespräch ein sehr gelungener Auftakt des neuen Veranstaltungsformates der Akademie des Sports. Die Diskutanten waren sich einig, dass es für die Ausrichtung von Olympischen und Paralympischen Spielen in Hamburg 2024 mehr bedarf als ein gutes Konzept. Stellvertretend für diese Meinung sagte Hamburgs Sportsenator Michael Neumann, dass die Faszination des Sports im Mittelpunkt stehen müsse und die Olympische Idee das Bewusstsein der Menschen besser erreichen muss.

Diesen Aspekt griffen Moderatorin Valeska Homburg, die souverän und versiert durch das Programm führte, und Andreas Toba gleich zu Beginn auf. In einem mitreißenden Countdown absolvierte Andreas Toba innerhalb vom 60 Sekunden 65 Kreisflanken am Pauschenpferd und überbot damit seine Leistung aus der Fernsehshow „Klein gegen Groß“, bei der er im vergangenen Jahr mitwirkte.

Ebenso griff Kirsten Bruhn, Paralympionikin und Goldmedaillengewinnerin in Athen 2004, Peking 2008 und London 2012, die Wichtigkeit des Sportereignisses selbst auf: „Inklusion fängt in den Köpfen an“. Olympische und Paralympische Spiele stellen eine gute Möglichkeit dar, die Gesellschaft inklusiver zu gestalten und für ein besseres Miteinander zu sorgen. Kritisch betrachtet dagegen Dr. Hans Jägemann, Vorstandsmitglied des BUND Darmstadt, die Entwicklung der Olympischen und Paralympischen Spiele sowie der sportlichen Leistungsgesellschaft. So sei die Hauptaufgabe des Schulsports nicht primär die Talentsuche, sondern eher die Vermittlung von Bewegung und des sich Bewegens. Damit Kinder und Jugendliche Spaß an der Bewegung in der Schule und auch außerhalb dieser haben, muss die Schulsportinfrastruktur entsprechend nachhaltig vorhanden sein. Laut Prof. Dr. Wolfgang Maennig, Volkswirt und Olympiasieger 1988, kann gerade das durch die Ausrichtung Olympischer und Paralympischer Spiele erreicht werden. Denn, durch die Notwendigkeit von Trainingsstätten im Rahmen von Olympia müssen auch Schulsporthallen und Trainingsplätze deutschland- und niedersachsenweit ertüchtigt werden. Das kann dann auch wieder einen Schub für den Leistungssport und die Talentförderung bedeuten.

Letztendlich waren sich alle in einem Punkt einig: Nur wenn es gelingt, die Bürger und das Volk mitzunehmen, kann eine von der Mehrheit getragene Bewerbung Hamburgs gelingen.

Prof. Dr. Wolfgang Maennig wies auf ein interessantes Ergebnis einer eigenen Untersuchung hin. Er analysierte die IOC-Entscheidungen und Bewerbungsunterlagen von Barcelona 1992 bis Tokyo 2020 anhand von 150 Variablen. Ergebnis: Wenn sich Istanbul nicht bewerben wird, ist Hamburg Favorit für 2024.

Es bleibt abzuwarten, was zunächst das Referendum am 29. November 2015 in Hamburg bringen wird…

Eine weitere ausführliche Nachberichterstattung finden Sie hier

Foto-Impressionen